Sandra experimentiert: Ein Wellnesswochenende mit fremden Frauen

Die Anfahrt: Schwierig!

Im sintflutartigen Regen fuhr ich letztes Wochenende durch den Pfälzerwald. Ich war auf dem Weg zu meinem ersten Blogger-Event.

Bereits im Nachbardorf machte es „Schwommmps!“ – und mein Scheibenwischer fiel ab. Toller Start!

Im Schneckentempo erreichte ich die nächste Stadt. Es dauerte 30 Sekunden, bis der freundliche Automechaniker der Werkstatt hinter der Tankstelle zu mir sagte: „Das wars! Gute Fahrt weiterhin!“

Retter in der Not: Autohaus Schäfer in Lambrecht

Dank ihm erreichte ich das Hotel Lindner in Speyer gerade noch rechtzeitig zum ersten Vortrag.

Trotz Panne angekommen!

Ich glaub, ich bin hier falsch, dachte ich mir danach – und überlegte dann, ob ich vielleicht einfach durch die fantastischen Referentinnen aus dem Netzwerk Texttreff zu hohe Ansprüche habe.

Doch dann kam Mareike Schamberger von mami-startup und haute mich um mit ihrem SEO-Vortrag. Ich hab ja mal vor gefühlten 53 Jahren selbst bisschen SEO gemacht, aber … so vieles war mir neu. Diese Frau ist einfach eine Marke: ehrlich, authentisch und überaus kompetent. Sie hat mit ihrem Blog gerade erst angefangen, aber schon jetzt sammeln sich wertvolle Beiträge auf ihrer Seite. Um keinen zu verpassen, hab ich mich gleich für ihren Newsletter angemeldet. Schaut mal rein, vielleicht ists auch was für euch!

Im Anschluss hab ich zum ersten Mal im Leben Pilates gemacht. Die Trainerin war überaus motivierend. Ein wenig schade fand ich nur, dass sie einfach ihr Programm durchgezogen hat, ohne unsere Haltung zu verbessern oder uns Tipps zu geben. Aber egal – es hat mir gefallen. Heute hab ich nen Schnuppertermin für Pilates hier in der nächsten Stadt. 😉

Das Hotel hat einen Wellness-Bereich, der sich nicht schämen muss, wenn er mit einem Erlebnisbad verglichen wird. Mehrere Schwimmbäder und etliche Saunen standen zur Erkundung bereit. Ich verquatschte mich erst mit Annina von breifreibaby. Ohne es zu merken, schwammen wir endlose Runden durch das Außenbecken. Danach blieb ich mit Steffi von mamaz im Whirlpool hängen. Da sie schon darüber berichtet hat, übergebe ich ihr einfach mal das Wort. Schaut mal hier.

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Lesung bei Speyerer Blogger-Event in Leimen bei Heidelberg

Am 19.03.2017 war ich zum ersten Mal mit meinem Erzähltheater unterwegs. Beim Mama-Blogger-Event in Speyer (siehe Bericht hier) habe ich sowohl den Milchvampir vorgestellt als auch über das Bücherschreiben referiert. Auch die Themen Vermarktung, Verlagssuche und Lektorat kamen zur Sprache. Wer sich fürs Schreiben interessiert, dem empfehle ich übrigens auch meine FAQ-Seite.

Autorin in Aktion. Mit freundlicher Unterstützung von Fotografin Andrea Stech

Mein liebster veganer Rotweinkuchen

Vegane Kuchen backen

„Ihr lebt vegan?“ Panik in den Augen der Person, die uns gerade noch voller Tatendrang zum Essen eingeladen hat! Die Leute sind mit dieser Information oft überfordert und wissen nicht, was sie einem auftischen sollen. Wie um alles in der Welt backt man denn einen veganen Kuchen? Allgemeine Ratlosigkeit und Unsicherheit. Um dem vorzubeugen, bringe ich in der Regel Kuchen mit. Der schmeckt nicht anders als ein „normaler“ Kuchen. Wenn man es nicht wüsste, würde man es gar nicht merken.

Standardrezepte veganisieren

Und jetzt verrate ich euch mal ein großes Geheimnis: JEDES Rezept ist veganisierbar. Manchmal ist es etwas schwieriger, z. B. bei „Käsefondue“. Aber auch das gibt es, in „VEGAN tut gut – schmeckt gut“ von Jérôme Eckmeier, das ich mir aus Neugier sicher bald besorgen werde. Kuchen ist eigentlich mit die einfachste Aufgabe. Nehmen wir heute mal einen absoluten Standardkuchen, Rotweinkuchen. Das Originalrezept findet sich in jeder Küche. Hier meine vegane Variante:

Veganer Rotweinkuchen

Zutaten

  • 250 g vegane Margarine (z. B. Sojola)
  • 150-200 g Rohrzucker
  • 1 Vanillzucker
  • Ei-Ersatz für 5 Eier (inkl. Wasser)
  • 3 EL Mandel – oder Cashewmus
  • 1 TL Zimt
  • 1 EL Lebkuchengewürz
  • 1 TL Kakao
  • 150 g dunkle Schokostreusel
  • ¼ l veganen Rotwein
  • 350 g Weizenmehl
  • 1 Päckchen + 1 TL Backpulver

Zubereitung

Alle Zutaten verrühren und in einer gefetteten, mit Semmelbröseln ausgekleideten Form bei 175 Grad eine Stunde backen. Anschließend entweder mit Puderzucker bestreuen oder – Kinder lieben es – mit Reismilchschokolade verzieren und mit veganen Zuckerstreuseln bestreuen.

Ohne Ei? Wie das?

Ein Wort zum Thema Ei-Ersatz: Den könnt ihr fertig kaufen, aber auch ganz leicht selbst herstellen. Meine liebste und einfachste Möglichkeit: Ihr nehmt Sojamilch, so etwa eine Drittel-Tasse voll, und gebt 1 EL Apfelessig hinzu. Mit dem Schneebesen verrühren, kurz stocken lassen, dann zum Teig geben. Sojamilch bindet und macht den Kuchen gleichzeitig fest, aber auch fluffig.

Besonders lecker wird der Kuchen natürlich, wenn er nur aus Biozutaten besteht.

Meine Lieblingsweihnachtsplätzchen: Spritzgebäck mit Koriander

Heute kommt für euch mein Lieblingsweihnachtsplätzchenrezept. Als Kleinkind hatte ich eine Freundin namens Maite. Und deren Mama machte das weltbeste Spritzgebäck. Deswegen heißt bei mir noch heute die veganisierte Variante Maiteplätzchen. Für andere ist es schlichtweg Spritzgebäck. Das Besondere daran: der Koriander. Ein Traum!

Maiteplätzchen / Korianderplätzchen / Veganes Spritzgebäck

  • 300 g weiche Margarine
  • 125 g gesiebter Puderzucker
  • 2 Vanillezucker
  • 8 EL Pflanzendrink
  • 1 TL gestr. mit Koriander (frisch gemahlen)
  • 50 g Speisestärke
  • 350 g gesiebtes (Dinke-)Mehl

Zutaten für das Spritzgebäck vermischen. Falls der Teig zu fest ist, noch etwas Pflanzendrink zugeben. Plätzchenteig mit Spritztülle auf Backpapier spritzen. Beste Muster: Striche, Kreise oder Kreise mit Loch. Ganz einfach. Guten Appetit.

Backzeit: 8-10 Minuten bei 175 Grad

Ein Müttertraum: Das Baby-Café in Montpellier

Schon mal Ärger mit einem niederen Gastronomiebetrieb bekommen, weil ihr „die Frechheit“ besessen habt, eine Windel „heimlich“ im Müllereimer des WCs zu entsorgen? Kaum zu glauben, aber wahr. Ich war dabei und habs gesehen. Und ausgerechnet dieser Betrieb rühmt sich im Internet für seine Gastfreundlichkeit.

Mit Kindern passieren öfter mal merkwürdige Dinge, gerade in Restaurants. Nicht selten führt das dazu, dass der verärgerte Gast bitterböse Rezensionen schreibt . Hab ich mal irgendwo aufgeschnappt.

Hab ich schon mal erwähnt, dass ein unzufriedener Kunde seinen Ärger im Schnitt 7 anderen Menschen mitteilt? 

Kein Traum: Ein kinderfreundliches Café, speziell für Kleinkinder

Wo kann man aber nun mit Kindern hingehen? Stellt euch einen Ort vor, an dem sabbernde Babys willkommen sind, unzählige Wickelmöglichkeiten und Töpfchen vorhanden sind und die ganze Familie mit leckeren Speisen und Getränken in Bio-Qualität versorgt wird. Neben normalen Tischen gibt es noch ein Sofa zum Stillen, für die Kids Unmengen von Spielsachen und ein großes Aquarium. Und dass sie abhauen, verhindert eine an einen Kuhstall erinnernde Eingangstür, die unten geschlossen ist. Größere Kinder können gerade mal drüberschauen. Die Mütter lernen andere Mütter kennen und haben, während ihre Kinder beschäftigt sind, Zeit, zur Ruhe zu kommen. Ein Wunschtraum? Nein! Gibts wirklich. Ich war dort, im café des bébés in Montpellier.

Ebenfalls möglich im Baby-Café: Einkaufen

Babytrage vergessen? Lust auf Shopping? Kein Problem: Im Café werden Tragehilfen und Kinderkleider verkauft. Alles ist ökologisch, auch die Ausstattung. Keine giftigen Materialien. Baby hat Hunger, aber den Brei vergessen? Macht nichts, auch den gibts zu kaufen. Die Kinder spielen so schön alleine, dass der Mama langweilig wird? Für den Fall gibts auch was zu lesen. Zusätzlich veranstaltet die Inhaberin zahlreiche Events rund ums Kind (0-3 Jahre): Trageberatungen, frühkindliche Musikerziehung und vieles mehr. Ich wünschte, es gäbe so etwas Tolles auch bei uns in der Nähe!

Meine Begeisterung für Frankreich wächst mit der Anzahl der Besuche …

Veganer Spinatbraten für Festtage

Veganes Osteressen

Auf vielfachen Wunsch mein Rezept für Spinatbraten – auch zu Ostern ein leckeres Festessen:

Spinatbraten

  • Etwas Pflanzenmargarine
  • 1 Zwiebel (gehackt)
  • 500 g TK-Blattspinat
  • 2 Knoblauchzehen (fein gehackt)
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss
  • 8 Roggenbrötchen (oder andere)
  • ¼ l Gemüsebrühe
  • Bunte Mischung (etwa 2 Bund oder falls TK 2 Pack) fein geschnittener Kräuter (z. B. aus Estragon, Kerbel, Petersilie und Schnittlauch – oder gerade jetzt zu Ostern aus Grüne-Soße-Kräutern)
  • 1 Pflanzensahne
  • etwas Sojamilch
  • 1 TL Johannisbrotkernmehl
  • 2-3 EL Mehl
  • sowie Semmelbrösel
  • Olivenöl zum Fetten der Form

Zwiebel in einer Pfanne mit der geschmolzenen Margarine glasig dünsten, Spinat mit etwas Wasser zugeben und mitdünsten, mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Brötchen in Gemüsebrühe zerdrücken (sind die Brötchen hart, dann vorher in Wasser einlegen, anschließend Wasser auspressen), Knoblauchzehen, Kräuter und Spinatmischung zu den Brötchen geben. Johannisbrotkernmehl mit etwas Sojamilch mischen, dann mit Pflanzensahne zur Masse geben. Zum Schluss noch Mehl und Semmelbrösel dazu. Alles verkneten und in eine mit Olivenöl gefettete Auflaufform geben.

Bei 200 Grad 45-60 min backen.

Dazu passt Tomaten- und Käsesoße.

Vegane Käsesoße

  • 40 g Margarine
  • 40 g Dinkelmehl
  • 250 g Cashewkerne
  • 5 EL Hefeflocken
  • 2 gehackte Knoblauchzehen
  • 1 TL Zitronensaft
  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskatnuss
  • italienische Kräuter

Cashews, Hefeflocken, Knoblauch, Zitronensaft, Salz und Pfeffer mit ca. 500 ml Wasser in einem starken Mixer zerkleinern. (Habt ihr keinen, dann nehmt ihr statt Cashews fertige Pflanzensahne und nur etwa 300 ml Wasser.)

Margarine in einem Topf zerlassen, Mehl mit einem Schneebesen einrühren, dann allmählich und unter ständigem Rühren die Soße zugeben, aufkochen und ca. 10 min bei geringer Hitze kochen lassen. Mit Salz, Pfeffer, Muskat und ggf. italienischen Kräutern abschmecken.

Guten Appetit!

Wie geht das mit den Babyzeichen?

Schon mal was von Babyzeichensprache gehört? „Ach ja, dieser Blödsinn aus Amerika. Wieder mal eine Möglichkeit für ehrgeizige Eltern, ihren Frühförderwahn auszuleben!“, sagen die einen. Unsinn, sage ich, denn Babyzeichen sind einfach unglaublich sinnvoll. Babyzeichensprache ist im Prinzip eine Variante des Gebärdensprachendolmetschens (ein Großteil der Zeichen ist sogar der Gebärdensprache entlehnt), die speziell auf Kleinkinder abgestimmt ist. Ein Gegenstand oder Sachverhalt wird von den Eltern nicht nur durch ein Wort benannt, sondern zusätzlich zum Wort auch mit einer entsprechenden Geste untermalt. Von den Kindern kommen dann früher oder später die entsprechenden Gesten zurück, die sie verinnerlicht haben. So können die Kleinen fleißig kommunizieren, schon bevor sie überhaupt das erste Wort sprechen. Gesten zu benutzen, liegt ohnehin in der Natur des Menschen. Welche Eltern sind nicht begeistert, wenn der Nachwuchs endlich winken oder Kusshände werfen kann? Aber die Babyzeichensprache geht darüber hinaus. Selbst abstrakte Sachverhalte wie Angst oder Schmerzen können ausgedrückt werden.

Meine Erfahrung mit Babyzeichen

Ich habe relativ spät mit den Babyzeichen begonnen, daher hat unsere Kleine erst mit 9 Monaten ihr erstes Zeichen eingesetzt. Aber ab da war alles „Blume“. Wer hingegen ab Geburt Zeichen einsetzt, bekommt oft schon viel früher eine Antwort. Schon mit 3 oder 4 Monaten kann so manches Baby dann eines seiner Grundbedürfnisse ausdrücken – z. B. „Milch“. Stellt euch vor, was man sich dadurch bei so einem kleinen Zwerg an Rätselraten ersparen kann. Babyzeichenlosen Eltern bleibt da nur die Option, alle möglichen Probleme (Windel voll? Bauchschmerzen? Müde? Langweilig? Hunger?) auszuprobieren, bis man einen Treffer landet. Mit Babyzeichen kommt man viel schneller zum Ziel – und das gilt auch für das Sprechenlernen.

Noch ein paar Vorteile von Babyzeichen

Babyzeichen dienen der Förderung des Sprechenlernens. Die Erfahrung hat gezeigt, dass Babyzeichenkinder leichter Fremdsprachen erlernen können, ein größeres Selbstvertrauen entwickeln (weil sie einfach von Anfang an verstanden werden und dadurch auch weniger oft frustriert sein müssen) und eine bessere Gehirnentwicklung haben, denn sie lernen mit allen Sinnen, wodurch mehr Synapsen zwischen rechter Gehirnhälfte (zuständig für die visuellen Reize der Gebärden) und linker Gehirnhälfte (verarbeitet die akustischen Reize der Sprache) entstehen. Außerdem lernen die Kinder oft schon wesentlich früher sprechen als ihre Altersgenossen. Auch das kann ich bestätigen. Unsere Tochter hat mit ihren 15 Monaten einen ganz ordentlichen Wortschatz, der sich sowohl aus Babyzeichen als auch aus Wörtern zusammensetzt.

Babyzeichen sind zudem hervorragend geeignet, um größere Geschwisterkinder einzubinden, denn so können schon die ganz Kleinen prima untereinander kommunizieren und voneinander lernen.

Fazit: Ich kann den Einsatz von Babyzeichen voll und ganz empfehlen, denn sie erleichtern den Alltag mit den Zwergen ungemein. Wer mehr erfahren möchte, dem sei „Das große Buch der Babyzeichen“ von Vivian König ans Herz gelegt. Das gibt es inzwischen in einer von mir überarbeiteten Neuauflage. Wenn ihr auf diese Seite des Verlags geht,  könnt ihr euch übrigens auch ein englisches Video ansehen, in dem ein Baby über 30 Zeichen benutzt. Alternativ kann ich euch die Website der Gründerin der Zwergensprache-Kurse empfehlen. Auch da gibt es einen Link zu Videos, sogar mit deutschen Kindern.

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